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Tagblatt der Stadt Zürich

Kaffee, der nach Himbeeren schmeckt

Autorin und Bild: Ginger Hebel / Dieser Artikel erschien im Tagblatt der Stadt Zürich vom 19. Juli 2017

Ingo Albrechts Herz schlägt für Spezialitätenkaffee. Zusammen mit seiner Frau Nina hat er eine Plattform gegründet, bei der sich alles ums Kaffeerösten zu Hause dreht.

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Kaffee ist für Ingo Albrecht und seine Frau Nina nicht nur ein Genussmittel, sondern eine Lebenseinstellung. Auf ihren Reisen durch die Welt klapperten sie die schönsten Cafés ab. In San Francisco, Melbourne und Tokio kamen sie erstmals in Kontakt mit Spezialitätenkaffees, die nach Himbeeren, Schokolade und tropischen Früchten schmeckten. «Zurück in Zürich suchten wir nach Kaffee von dieser Qualität, aber dafür mussten wir weit gehen», sagt Ingo Albrecht.

Blumiger Kaffee

Der 40-Jährige hatte genug vom industriellen Kaffee-Einheitsbrei und find an zu Experimentieren. Nach ersten Versuchen in der Bratpfanne röstet er die rohen grünen Kaffeebohnen heute in speziellen Röstmaschinen. «Jeder kann sich seinen Kaffee zuhause selber rösten, hell oder dunkel, wie er es mag.»

Später liess er sich zum Röstmeister ausbilden und rief zusammen mit seiner Frau die Plattform Roast Rebels ins Leben. Hier erhalten Interessierte Tipps für die perfekte Kaffeezubereitung, zudem lassen sich Heimröster und Rohkaffee online bestellen oder im Geschäft KaffeeWerkStadt an der Bremgartnerstrasse 66 in Wiedikon kaufen. «Die Sorte, der Boden, das Klima, das alles beeinflusst den Geschmack des Kaffees», sagt Ingo Albrecht. So bekommen zum Beispiel Kaffeebohnen, die nach der Ernte im Fruchtmantel getrocknet werden, einen fruchtig-süssen Geschmack.

Indonesischer Kaffee überrascht mit seinem Gewürzaroma und brasilianischer Kaffee schmeckt tendenziell nussig-schokoladig, daher eignen sich diese Kaffees besonders gut für Espresso. Exotische Sorten wie der Sidamo aus Äthiopien verfügen über subtile blumige Noten und sind daher perfekt für Filterkaffee oder Cold Brews. «Kalt gebrühte Kaffees erfreuen sich steigender Beliebtheit», stellt Albrecht fest. Er trinkt seinen Kaffee am liebsten pur ohne Milch, weil sich die Geschmacksnoten dann am besten entfalten. «So kann ich mich ganz auf die Aromen einlassen.»

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